Privat Piloten LizenzDie Private Pilot License (PPL-A), bzw. die JAR-Lizenz (PPL Lizenz, die in allen zum JAR-Abkommen gehörenden Ländern gültig ist und einer einheitlichen Ausbildung unterliegt) ist die Grundlage eines jeden Piloten, der motorgetriebene Flugzeuge führen möchte. Diese Lizenz gestattet es, "einmotorige, kolbengetriebene Landflugzeuge bis zu 2 Tonnen Gewicht" zu führen, und zwar nach Sichtflugregeln (sog. VFR-Regeln). DefinitionDiese Definition bedarf einer genaueren Erklärung. Zum einen erscheint die Umschreibung der Flugzeuge recht klobig. Einfach formuliert, umfasst diese kleine einmotorige Flugzeuge wie z.B. die bekannte Cessna 172 oder die Piper PA-28. Diese beiden Flugzeuge sind auch jene, welche gewöhnlich als "Cessna" und "Piper" bezeichnet werden, auch wenn es viele verschiedene Typen dieser Hersteller gibt.
Die Beschränkung des Piloten auf Sichtflugregeln andererseits bedeutet einen genau definierten Spielraum von Bedingungen, die gegeben sein müssen, damit der PPL-Pilot fliegen darf. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Wetterbedingungen, die stets eine Navigation und Flugzeugführung nach Sicht gestatten müssen. Zusätzlich bestehen bestimmte Bestimmungen für die Benutzung der Lufträume und weitere einzelne Regelungen. AusbildungDie Ausbildung zum Erlangen der PPL-A-Lizenz ist eine grundlegende fliegerische
Ausbildung, die genau auf die Anforderungen ausgelegt ist, die für die oben
beschriebene Flugzeugführung benötigt werden. Sie umfasst einen theoretischen
und einen praktischen Teil. Theoretische Ausbildung Die theoretische Fächer im Detail:
Praktische Ausbildung Schließlich erfolgt der erste Alleinflug. Meist geschieht dies ohne langfristige Vorankündigung - der Fluglehrer steigt einfach bei einer kurzen Zwischenlandung aus und lässt den Flugschüler einige Runden allein drehen. Dies ist vermutlich der spannendste Augenblick in der Karriere eines jeden Fliegers, aber auch der befreiendste. Schließlich wird die PPL-A-Ausbildung mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung abgeschlossen - der Flugschüler ist nun lizenzierter Privatpilot. Auf dieser Grundlage kann er weitere Berechtigungen und Lizenzen erlangen. Zudem muss er regelmäßig eine Mindestzahl an Flugstunden nachweisen und Checkflüge durchführen, um die Lizenz zu erhalten. In erster Linie gilt es nun jedoch, Flugerfahrung zu sammeln und die neu gewonnene Freiheit zu genießen… Zeitaufwand und KostenDie Gesamtdauer und die Kosten der PPL-Ausbildung hängen stark vom Standort und von der Einsatzbereitschaft des Flugschülers ab. In den USA werden Intensivkurse angeboten, die in wenigen Wochen zur PPL-Lizenz führen, während die Standard-Ausbildung in einer europäischen Flugschule oder in einem Verein eher mehrere Monate umfassen wird. WeiterbildungsmöglichkeitenDem Inhaber einer Privat Piloten Lizenz stehen verschiedenste Weiterbildungsmöglichkeiten offen:
Die genauen gesetzlichen Bestimmungen über das Erlangen eines Ausweises und über die Ausbildung können auf der Webseite des Bundesamtes für Zivilluftfahrt [BAZL] gefunden werden. |
|
| zum Anfang | Stand 21.10.2009 © 2009 AFG |
