Paragliding

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Paragliding

Kunstflug

Definition

Das Gleitschirmfliegen (Paragliding) ist eine Flugsportart, welche mit speziellen Fallschirmen, die bereits vor dem Start geöffnet werden, ausgeübt wird. Der Pilot sitzt dabei in einem Gurtzeug, welches durch Leinen mit dem Flügel verbunden ist. Die Springer werden durch Aufwinde in der Lust gehalten. Diese können sowohl durch Sonneneinstrahlung (Thermik) als auch unebenes Gelände (Hangaufwind) entstehen.

Flugverlauf

Die Gleitschirmpiloten werden entweder durch eine Winde in die Luft gezogen oder starten von Berggipfeln. Durch die Strömung, welche durch die Vorwärtsbewegung entsteht, wird der Schirm aufgebläht und funktioniert wie ein Flügel eines Flächenflugzeuges. Gesteuert wird ein Gleitschirm durch so genannte Bremsleinen, die mit der Hinterkante des Stoffflügels verbunden sind. Zieht der Gleitschirmpilot an einer Leine, entsteht eine einseitige Bremswirkung, was den Schirm in die entsprechende Richtung lenkt. Zieht der Springer beide Leinen, entsteht eine Bremswirkung. Durch ein fussgesteuertes Trimmsystem kann der Pilot den Anstellwinkel steuern und so beschleunigen.
Durch Kreisen in Aufwindgebieten kann sich der Gleitschirmpilot aufwärts bewegen; auf Streckenflügen fliegt er vom einen Aufwindgebiet zum Nächsten. Grundsätzlich ist Paragliding unter Flight Level 100 (ca. 3'000 m.ü.M.) erlaubt. In den Schweizer Alpen kann zu bestimmten Zeiten, in denen das Militär nicht aktiv ist, bis zu ca. 5'600 m.ü.M. aufgestiegen werden.

Kunstflug

Ausbildung

Die Ausbildung der Gleitschirmpiloten ist bislang national geregelt. In der Schweiz und vielen anderen europäischen Ländern besteht die Ausbildung aus einer theoretischen und einer praktischen Komponente, welche beide geprüft werden. In der Schweiz werden zuerst einige Starts im Tandem mit dem Fluglehrer auf dem Übungshang absolviert, worauf einige Höhenflüge (mit einer Höhendifferenz von mehr als 400 m) durchgeführt werden. Parallel dazu erfolgt die theoretische Ausbildung, welche in fünf Module (Gesetzgebung, Fluglehre, Flugpraxis, Materialkunde und Wetterkunde) aufgeteilt ist.
Zum Erwerben des Brevets sind mindestens 40 Flügen (Grundausbildung und Höhenflugausbildung mit min. 40 Höhenflügen, min. 10 Flugtagen in min. 5 verschiedenen Fluggebieten) und das Bestehen der Theorieprüfung vorgeschrieben. Das Brevet berechtigt den Inhaber in der Schweiz und im Ausland selber zu fliegen. Für das Doppelsitzbrevet muss man mindestens 150 Flüe nachweisen können.

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zum Anfang Stand 21.10.2009 © 2009 AFG