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Flight Rules

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Instrumentenflug, bzw. Blindflug

Nach der Grundausbildung zum PPL-A-Piloten ist die Ausbildung zum IFR-Piloten die wohl größte Herausforderung, die einen Privatpiloten erwartet (sofern er nicht Berufspilot werden will).

Definition

IFR bedeutet "Instrument Flight Rules" und bezeichnet das Fliegen nach Instrumenten, beziehungsweise das Fliegen ohne Sichtkontakt zum Boden und bei (fast) allen Wetterbedingungen. Wie man sich vorstellen kann, sind für eine solche Flugdurchführung besonders anspruchsvolle Kenntnisse und Fähigkeiten vonnöten, weswegen die Ausbildung auch eine sehr umfangreiche ist.

Ausbildung

Aufbauend auf einer längeren Flugerfahrung und vielleicht auch schon einigen zusätzlichen Berechtigungen, muss der IFR-Schüler die fliegerischen Grundlagen nicht mehr erlernen. Die IFR-Ausbildung konzentriert sich daher auf für diesen Bereich besonders wichtige Themen, wie z.B. die Navigation mit Hilfe von Funkfeuern und zahlreichen weiteren technischen Hilfsmitteln, die Organisation der Luftstraßen und Lufträume, den Umgang mit der professionellen Fliegerei, usw.
Ein besonders entscheidendes Thema ist dabei die Leistungsfähigkeit des Organismus, da der Mensch sich bei der Instrumentenfliegerei voll auf die Instrumente verlassen muss und unter bestimmten Bedingungen seinen Wahrnehmungen nicht mehr vertrauen kann und gegen die "Weisungen" seiner Sinnesorgane handeln muss. Für diese Situationen bedarf es eines besonderen Trainings, das viel Zeit in Anspruch nimmt.

IFR-Cockpit

Zusätzlich zu diesen vielfältigen Herausforderungen muss auch eine weitere Flugfunkprüfung (AZF) gemeistert werden, die den Sprechfunk der professionellen Fliegerei, der immer in Englisch durchgeführt wird, zum Inhalt hat.

Die IFR-Ausbildung findet dabei wiederum theoretisch und praktisch statt. Der praktische Teil umfasst dabei auch das Fliegen mit einer bestimmten Brille, die nur die Sicht auf die Instrumente gestattet und somit das Fliegen in Wolken simuliert - in dieser Situation wird vom Schüler allerhöchste Konzentration abverlangt.

Werden die abschließenden 3 Prüfungen (Theorie, Simulator und "echt") bestanden, so ist es dem Piloten nun gestattet, 1 Jahr lang nach Instrumentenflugregeln zu fliegen. Dann folgen jährliche Checkflüge mit einem Prüfer, der nach erfolgreichem Flug die IFR-Berechtigung um 12 Monate verlängert. Der Spielraum eines Piloten ist damit um ein vielfaches erweitert und gestattet Flüge in großen Höhen, bei schlechtem Wetter und auf internationalen Luftstraßen. Gerade für Piloten, die das Flugzeug auch beruflich nutzen wollen, bedeutet dies eine große Erleichterung.
Allerdings muss dazu gesagt werden, dass der Erhalt der Lizenz mit einem größeren Aufwand verbunden ist. Zudem kann ein IFR-Flug nur mit einem entsprechend ausgerüsteten Flugzeug durchgeführt werden. Solche Flugzeuge werden nicht grundsätzlich überall vermietet, was vor dem Erlangen der Lizenz berücksichtigt werden muss.

Die genauen gesetzlichen Bestimmungen über das Erlangen eines Ausweises und über die Ausbildung können auf der Webseite des Bundesamtes für Zivilluftfahrt [BAZL] gefunden werden.

Instrument Flight Rules Instrument Flight Rules
zum Anfang Stand 21.10.2009 © 2009 AFG